Two games on day one. The first put me on board one, Black against Gernot Blum, who is rated 2064, the highest number in the field. Eighteen moves in, it was still a real game and I was fine. Then I thought for about a minute, played 19...Qf7 and handed him my queen the second I let go of her.
Resigning was the sensible move. I did not resign. I took a rook for her, then a bishop, then another rook, and spent the next twenty moves trying to strangle his king on the light squares. The equaliser was genuinely there: I calculated 24...Bxd1, which the engine calls a playable +0.6, and played 24...Rxd3 instead because I wanted the bishop for tricks. A move later I just missed the fork and 25...h5 cost me the second rook. After that the only idea I had left was walking my own king across to the queenside, because he could barely move a piece and my king was incredibly safe over there. 31.h4 ended that. Blum needed 41 moves to catch me and I enjoyed every one of them.
Game two, White against Simon Viehhauser (1722). I had a bind, his queenside was frozen, and in general I felt like I was better at all times in that game. The engine says no: I was losing for fifteen straight moves. On move 20 I gave up a bishop for two connected passed pawns because I was certain nobody could stop them, and the engine had the position dead level before that and about two and a half pawns worse after it.
Then I marched one of the pawns to c7, stood up, walked to the next board and borrowed their spare queen for psychological warfare. He cracked on move 34. It worked, and it should not have.
37.Qxa6 loses, by the way. 37...Bd3! wins for Black, and he resigned one move before the move that would have beaten me. One point out of two, and I would play both of these again tomorrow.
Zwei Partien am ersten Tag. Die erste an Brett eins, mit Schwarz gegen Gernot Blum, der mit 2064 die höchste Elo im Feld hat. Achtzehn Züge lang war das eine echte Partie und ich bin gut gestanden. Dann hab ich rund eine Minute nachgedacht, 19...Df7 gespielt und ihm meine Dame geschenkt, kaum dass ich sie losgelassen hab.
Aufgeben wäre vernünftig gewesen. Ich hab nicht aufgegeben. Für sie hab ich einen Turm geholt, dann einen Läufer, dann noch einen Turm, und dann zwanzig Züge lang versucht, seinen König auf den weißen Feldern einzuschnüren. Der Ausgleich war wirklich da: 24...Lxd1 hatte ich gerechnet, die Engine gibt dafür spielbare +0,6, gespielt hab ich 24...Txd3, weil ich den Läufer für Tricks wollte. Einen Zug später hab ich die Gabel einfach übersehen und 25...h5 hat mich den zweiten Turm gekostet. Danach war die einzige Idee, die mir geblieben ist, mit dem eigenen König an den Damenflügel zu marschieren, weil er eh keine Figur bewegen konnte und mein König drüben unglaublich sicher gestanden ist. 31.h4 hat das beendet. Blum hat 41 Züge gebraucht, um mich zu fangen, und mir hat jeder davon Spaß gemacht.
Partie zwei, Weiß gegen Simon Viehhauser (1722). Ich hatte die Stellung im Griff, sein Damenflügel war eingefroren, und im Großen und Ganzen hatte ich das Gefühl, durchgehend besser zu stehen. Die Engine sagt nein: fünfzehn Züge lang auf Verlust. Im 20. Zug hab ich einen Läufer für zwei verbundene Freibauern gegeben, weil ich sicher war, die stoppt keiner, und laut Engine war die Stellung davor ausgeglichen und danach rund zweieinhalb Bauern schlechter.
Dann hab ich einen der Bauern nach c7 marschieren lassen, bin aufgestanden, zum Nachbarbrett gegangen und hab mir die zweite Dame ausgeborgt, für die psychologische Kriegsführung. Im 34. Zug ist er eingebrochen. Es hat funktioniert, und das hätte es nicht sollen.
37.Dxa6 verliert übrigens. 37...Ld3! gewinnt für Schwarz, und er hat einen Zug vor dem Zug aufgegeben, der mich geschlagen hätte. Ein Punkt aus zwei, und beide Partien würde ich morgen wieder spielen.